Der Status
Glückwunsch, du hast alles erreicht. Status, Macht, Geld – und trotzdem fühlt es sich leer an. Warum? Weil du vielleicht längst nicht mehr du selbst bist, sondern nur noch die Erwartungen anderer erfüllst. Wann hast du das letzte Mal etwas aus Leidenschaft getan und nicht aus Pflichtgefühl?
Die bittere Wahrheit: Niemand wird dich retten. Kein neuer Deal, kein schnellerer Wagen, keine teure Ablenkung. Das nagende Gefühl, dass dein Leben nicht mehr deins ist, wird bleiben – es sei denn, du hörst auf, dich weiter in der Erfolgsillusion zu verlieren.
Frag dich besser: War es das? Oder fängst du endlich an, dein Leben nach deinem eigenen Maßstab zu gestalten? Erfolg ist nicht die Summe deiner Titel – sondern ob du am Ende noch weißt, wer du bist.
Die stille Entfremdung
– Warum erfolgreiche Männer in der Midlife-Phase oft innerlich verloren gehen
Du hast es geschafft. Karriere gemacht, Status erreicht, Anerkennung gewonnen. Von außen betrachtet bist du das, was man als „erfolgreich“ bezeichnet. Und doch gibt es diese leise Stimme in dir, die immer lauter wird.
Sie fragt: War das wirklich alles?
Es beginnt schleichend. Zwischen Meetings, Deals und Pflichten spürst du eine unbestimmte Leere. Nichts Dramatisches, keine große Krise. Nur das unterschwellige Gefühl, dass irgendetwas fehlt – du weißt nur nicht genau, was. Vielleicht bist du so sehr in deine Rolle als Leistungsträger gewachsen, dass du irgendwann aufgehört hast, dich selbst zu hinterfragen.
Der Mythos des Erfolgs
Unsere Gesellschaft feiert den Mann, der performt, liefert, gewinnt. Doch was niemand sagt: Erfolg kann eine Sackgasse sein, wenn er zum Selbstzweck wird. Wer über Jahre nur funktioniert, verliert oft den Zugang zu dem, was ihn einst angetrieben hat. Plötzlich fühlt sich das Erreichte nicht mehr wie ein Triumph an, sondern wie eine endlose Routine.
Es ist die stille Entfremdung – nicht laut, nicht offensichtlich, aber tiefgreifend. Deine Beziehungen sind oberflächlicher geworden, weil du so lange die Rolle des „starken Mannes“ gespielt hast, dass echte Zweifel keinen Platz mehr hatten. Dein Kalender ist voll, doch dein Inneres oft leer. Du kannst alles kaufen – aber wann hast du zuletzt etwas getan, das dich wirklich erfüllt?
Symptome der inneren Entfremdung
Dieses Phänomen zeigt sich auf viele Arten. Vielleicht hast du das Gefühl, dass deine persönlichen Beziehungen an Tiefe verloren haben. Gespräche drehen sich oft um Business, Strategien oder materielle Errungenschaften – aber wann hattest du zuletzt eine wirklich bedeutungsvolle Unterhaltung? Oder vielleicht hast du das Interesse an Hobbys verloren, die dich früher begeisterten. Dein Erfolg ist sichtbar, aber deine innere Zufriedenheit bleibt aus.
Auch körperliche Symptome können sich bemerkbar machen: chronische Erschöpfung, Schlaflosigkeit oder das diffuse Gefühl von Stress, selbst in Momenten der Ruhe. Die Seele hat ihre eigene Art, Alarm zu schlagen, wenn wir uns selbst vernachlässigen.
Der Preis des Ignorierens
Die meisten Männer verdrängen dieses Gefühl. Sie werfen sich noch stärker in ihre Arbeit, kaufen sich neue Statussymbole oder lenken sich mit exzessivem Sport, Reisen oder Konsum ab. Doch irgendwann holen einen diese verdrängten Fragen ein. Midlife-Crisis ist nicht nur ein Klischee, sondern oft der Moment, in dem die Seele nach Gehör verlangt. Wer jetzt nicht zuhört, riskiert, in einer Spirale aus Frustration und Orientierungslosigkeit zu landen.
Der Punkt der Entscheidung
" Viele betäuben dieses Gefühl mit noch mehr Leistung, noch mehr Konsum, noch mehr Ablenkung. Doch irgendwann reicht das nicht mehr.
Vielleicht ist genau das der Moment, innezuhalten und eine unbequeme Frage zu stellen: Was will ich eigentlich wirklich?
Der Ausweg aus der Midlife-Entfremdung beginnt nicht mit einer neuen Geschäftsidee oder einem höheren Gehalt – sondern mit dem Mut, sich selbst wieder zuzuhören. Vielleicht ist genau das der Moment, in dem du aufhören musst, nach dem nächsten Ziel zu greifen – und stattdessen endlich nach dir selbst zu suchen."
Der Weg zurück zu dir selbst
Wie kannst du die Verbindung zu dir selbst wiederherstellen? Es gibt keinen universellen Weg, aber einige Fragen können helfen:
Was hat mich früher wirklich erfüllt, bevor Erfolg zur Priorität wurde?
Welche Momente haben mich in den letzten Jahren tief berührt – und warum?
Wo in meinem Leben funktioniere ich nur noch, statt bewusst zu leben?
Vielleicht hilft es, neue Dinge auszuprobieren oder alte Leidenschaften wiederzuentdecken. Vielleicht geht es darum, Gespräche mit echten Tiefgang zu führen oder sich bewusst Zeit für Reflexion zu nehmen. Manchmal reicht es schon, sich ehrlich einzugestehen, dass etwas nicht stimmt – und aktiv nach Veränderung zu suchen.
Fazit: Erfolg neu definieren
Erfolg ist nicht nur das, was im Außen sichtbar ist. Echter Erfolg bedeutet, sich selbst treu zu bleiben, erfüllt zu leben und Sinn in dem zu finden, was man tut. Vielleicht ist jetzt der richtige Moment, um nicht nach dem nächsten Statussymbol zu greifen, sondern nach einer Antwort auf die Frage: Wer bin ich – jenseits meines Titels, meines Kontostands und meiner Leistung?
Worauf wartest du noch? Beginne dich zu bekommen!
NICOLECHILIK
midLIFE Change Management
CEO, Coach, Mentorin & Autorin
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